Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin ist selbst dem Laien etwas klar geworden: Die Buchstaben HD werden in der Zukunft fürs Fernsehen eine große Rolle spielen. So plant die ARD, alle ihre angeschlossenen Sender auf HD-Auflösungen umzustellen. Das soll bis zum Jahre 2014 erfolgen. Ein dafür notwendiger Schritt ist für den 30.04.2012 geplant, nämlich die Abschaltung des analogen Sat-TV. Denn High Definition-Fersehen lässt sich in den beiden HD-Auflösungen 720p- bzw. 1080i vornehmlich digital realisieren. Wer also noch einen Satellitenreceiver mit inzwischen veralteter Technik besitzt, wird ab dem 01.05.2012 kein Bild mehr sehen können. Will er daher weiter fernsehen, muss er sich einen HD Receiver kaufen und am Besten ein Full HD TV-Gerät noch dazu.
Neue Technologien
Oder dürfen Antennen-Nutzer doch auf eine HD-Zukunft hoffen? Zwar denken die meisten, dass HDTV mit DVB-T technisch unmöglich sei, dies stimmt allerdings nicht ganz. So senden zum Beispiel Frankreich und Australien HD via DVB-T. Die meisten Länder dagegen setzen auf DVB-T2, den Nachfolger von DVB-T. Denn DVB-T2 bringt einen stabileren Empfang sowie auch bessere Qualität und ist daher technisch gesehen die bessere Lösung. Allerdings ist in Deutschland die Idee einer Umrüstung auf DVB-T2 sowohl unter den Politikern als auch unter den Sendeanstalten unbeliebt. Wieso? Ein Grund ist die in der Zeit von 2002 bis 2009 mit DVB-T bereits gemachte Erfahrung: Diese Umrüstung war langwierig und aufwändig. Und die Zuschauer müssten sich schon wieder neue Empfänger anschaffen.
Schwierigkeiten
Der HDTV-Zug kann aber nicht aufgehalten werden. Allerdings ist damit eine weitere Schwierigkeit verbunden: Die Übertragung in HD-Qualität benötigt mehr Bandbreite als in SD-Qualität. Daher würden weitere Sendefrequenzen nötig sein, aber diese sind knapp. Es müssten woanders Frequenzen gestrichen werden, zum Beispiel beim Mobilfunk. Denn mit den zurzeit vorhandenen Übertragungskapazitäten würde HDTV zwangsläufig dazu führen, dass man weniger Programme empfängt. Das wird sich allerdings keiner wünschen.
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